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WebCam 1 an neuem Standort (22. November 2003)

Fotos zu den folgenden Informationen: auf dieser Seite weiter unten, anschließend an den Text.

Die bisher unter dem Dachüberstand am südseitigen Giebel des Hauses angebrachte WebCam 1 wurde auf das Dach versetzt. Der bisherige Standort war zwar vor Regen geschützt, wies aber zwei bedeutende Nachteile auf. Der horizontale Schwenk der Cam war durch die schon bei relativ geringem Drehwinkel sichtbaren Dachschrägen auf beiden Seiten des Bildes eingeschränkt. Zudem war bei sonnigem Wetter und niedrigem Sonnenstand in den Wintermonaten nicht zu vermeiden, dass für einige Stunden täglich eine direkte Einstrahlung in das Objektiv erfolgte, was die Qualität der Bilder schmälerte und auf Dauer dem CMOS-Sensor geschadet hätte.

Für den neuen exponierten Standort auf dem Dach wurde die Cam mit einem absolut wasserdichten Gehäuse und einer verbesserten Dreheinrichtung ausgerüstet.

Gehäuse:
Kunststoffgehäuse aus ABS, Schutzart IP65 (R. Wöhr GmbH Art.-Nr. GH02KS037/090, 186 x 146 x 110 mm, ca. € 21,--); hellgrau. Zur Isolierung sind alle Innenseiten mit ca. 2 mm starkem PU-Schaum beklebt. Da alle Kabeldurchführungen hermetisch abgedichtet sind, wurde das Gehäuse mit einem Ausgleichselement für Druck und Kondensfeuchtigkeit versehen (auf Bild 34 an der Rückseite des Gehäusedeckels zu erkennen; gleicher Hersteller, Art.-Nr. GH02AL/DAE/M12d, ca. € 9,45).

Objektiv-Öffnung in Gehäuse-Vorderseite:
In die Vorderseite des obigen Gehäuses wurde (nach Heraussägen eines entsprechenden Ausschnitts aus Unter- und Oberteil) das Kamera-Außengehäuse OH-315 mit abgedichtetem Frontglas (Soligor GmbH, Art.-Nr. 68268, € 44,--) eingesetzt. Beim Soligor-Gehäuse wurden die obere und die beiden Seitenwände etwa zur Hälfte, die Rückwand komplett entfernt, damit die Kamera Platz findet und ungehindert beheizt werden kann. Zur Abdichtung zum ABS-Gehäuse und nach außen dient farbloses Silikon.

Heizung:
2 selbstklebende Heizfolien (Conrad Electronic GmbH, Best.-Nr. 53 28 78, 110 x 77 mm, 12 V / 12 W, € 5,60), die auf Kunststoffplatten aufgeklebt und in ca. 1 cm Abstand zu den beiden seitlichen Gehäusewänden des ABS-Gehäuses angebrachten sind.

Heizungsregelung:
Temperaturschalter (Conrad Electronic GmbH, Bausatz Best.-Nr. 11 75 87, 12 V, -25 bis +35 C, € 12,95, oder Fertigmodul Best.-Nr. M 15, Fa. LC Electronic GmbH, 25465 Halstenbek, € 19,95)

Kühlung:
Auf den Einbau einer Kühlung wurde vorläufig verzichtet. Das Gehäuse ist durchgehend hellgrau und auf dem Dach von allen Seiten der Luftbewegung zugänglich.

Temperaturanzeige:
Temperatur-Modul (Conrad Electronic GmbH, Best.-Nr. 13 09 31, 3,6 V, € 15,31)

Stromversorgung:
Stabilisiertes Netzteil (z. B. Conrad Electronic GmbH, Best.-Nr. 51 09 22, 12 V / 2000 mA, € 31,95) für Heizung und Temperaturschalter; Zusatzmodul mit 3,6 V-Gleichspannungsregler für Temperaturanzeige.

Horizontale Drehung:
Antennen-Rotor (Conrad Electronic GmbH, Best.-Nr. 28 49 72, € 59,95), drehbar um 360, unter Dach angebracht. Dachdurchführung: festmontiertes verzinktes Wasserrohr (Außendurchmesser 43 mm) und Bleidachziegel-Montageset (Conrad Electronic GmbH, Best.-Nr. 94 05 52, € 33,95). In diesem Rohr dreht sich ein am Antennen-Rotor befestigtes Rohr (Außendurchmesser ca. 32 mm, beide Rohre: Baumarkt), das über Dach die Kamera trägt (Näheres siehe Skizze Bild 31 unten).

Vertikale Drehung:
Von einem seit früheren Modellbau-Aktivitäten vorhandenen Segel-Verstellservo (Robbe) wurde die Seiltrommel entfernt und durch einen Adapter mit Ritzel ersetzt. Über ein Getriebe bewegt das Servo eine exzentrisch aufgesetzte Scheibe, die das an einer kugelgelagerten Welle am Trägerrahmen befestigte Kameragehäuse hebt und senkt (Drehwinkel aus der Waagrechten: ca. 45 nach oben und ca. 30 nach unten). Die Servo-Ansteuerung erfolgt durch einen Servotester (Conrad Electronic GmbH, Best.-Nr. 19 01 51, € 7,95). Das Servo ist zwar absolut wasserdicht, wurde aber zusammen mit dem Getriebe in ein leichtes Kunststoff-Gehäuse (ohne besondere Abdichtung) eingebaut.

Kabelführung:
Für die Servo-Steuerung, die Sensoren für Temperatur-Anzeige und -Regelung, sowie die Stromversorgung von Heizung und Segelwinde führen 11 Leitungen und das Kamera-USB-Kabel in das Gehäuse. Damit das Gehäuse bei einem etwa auftretenden Defekt abgenommen werden kann, sind die Leitungen in einem Verteilerkästchen an der Rückseite des Trägerrahmens abklemmbar. Von dort laufen die Kabel im Inneren des rotierenden Rohres bis zum Rohrfuß am Rotor und mit ausreichend freier Länge ohne Hindernisse (wegen der 360-Drehung) zu einem weiteren Verteiler im Speicherraum. Da das USB-Kabel bei dieser Anordnung auf eine Länge von ca. 20 m kommt, wurde (zusätzlich zu den schon in der vorhergehenden Leitungsführung zum Giebel eingesetzten aktiven USB-Gliedern - siehe Seite WebCam 1 unten) zur Qualitätsverbesserung der Bildwiedergabe noch ein USB-Hub mit eigener Stromversorgung zwischengeschaltet.

Wenn Sie noch Fragen zu den obigen Informationen haben, können Sie diese gern per eMail über meine Kontaktseite stellen.



Bild 22: Abgeändertes Servo

Bild 23: Servo mit montiertem Getriebe

Bild 24: Gehäuse mit Heizflächen

Bild 25: Cam-Gehäuse und Getriebe-Gehäuse

Bild 26: Gehäuse-Innenansicht mit Verdrahtung

Bild 27: Gehäuse mit Cam, fertig montiert

Bild 28: Gehäuse-Seitenansicht

Bild 29: Steuerung der Vertikalbewegung

Bild 30: Rotor u. Steuerung f. Horizontalbeweg.

Bild 31: Skizze Dachdurchführung

Bild 32: Rückansicht mit Verteiler

Bild 33: Rotor unter Dach

Bild 34: WebCam 1 auf dem Dach

Bild 35: WebCam 1 und Anemometer


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